Immortal

Inhalt:

Ewig leben? Dieses Angebot des Teufels verschafft dem Alchemisten nicht die erwartete Genugtuung. Er schwört diesem ab und will seine Sterblichkeit wieder erlangen, doch damit tritt er in Konflikt mit dem Teufel, und auf seiner anschließenden Flucht ergreift ihn die Erkenntnis, dass dieser doch zu mächtig für ihn ist.

Projekt

Das Projekt „Immortal“ startete im Oktober 2013. Als Grundlage zur Inspiration des Filmes diente das Thema eines deutschsprachigen Filmfestivals namens „Steinerei“, welches speziell für Brickfilme existiert. Für die Steinerei 2014 war das Thema „Zeit angesetzt.
Hierfür ließen wir uns durch verschiedenste Medien inspirieren, dabei hauptsächlich durch Goethes „Faust“. Immortal (9)

Im Dezember war das Drehbuch soweit vollständig, dass ein Storyboard mit gezeichneten Szenenbildern erstellt werden konnte. Schon zu diesem Zeitpunkt bastelte Dominik nebenbei an dem Soundtrack für den Film.
Mitte Januar war unser Projekt soweit geplant, dass der eigentliche Dreh begonnen werden konnte. Die ersten Sets wurden gebaut und zusätzlich wurden einige Tests der Höllenkulissen in der CGI-Software Blender erstellt. Hierbei kamen die ersten Probleme zustande, da wir einen
geeigneten Maßstab für die dargestellte Lego-Hölle finden mussten.

Neben dem Animieren von Szenen wurde bereits fertig gestelltes Material geschnitten und auch mit Effekten versehen. Ein Beispiel hierfür sind in der Burg des Alchemisten die Rauch und Lichteffekte. Eine große Schwierigkeit war zu beginn ein Lichtschein der Fenster
vom Zug des Teufels. Wie einige andere Effekte wurde dieser in After Effects generiert. In kaum einer Szene konnte eine passende Lichtstimmung mit normalen Lampen erzeugt werden. Hauptsächlich verwendeten wir hier daher LEDs, mit denen wir eine passende, dunkle Atmosphäre in den Kulissen erzeugen konnten.Immortal Church
Die mit Abstand schwierigsten Szenen waren die Szenen auf dem Dach des Zuges, der durch die Hölle fuhr. Durch sehr viele Tests im Vorfeld konnten wir unsere Blue- und Greenscreen Kenntnisse so gut verbessern, dass der digital in Blender erzeugte Hintergrund fast nahtlos an
den Vordergrund angepasst werden konnte. Besonders wichtig waren uns hierfür auch Spiegelungen an den Figuren und am Wagon, die ebenfalls im Compositing-Programm „Adobe After Effects“ erstellt wurden.

Eine weitere neue Herausforderung war die Traumszene des Alchemisten, in der er das Leiden der Menschen und die leider auch vorhandene Mitschuld der Kirche daran gesehen werden kann. Schwierig im Stop-Motion Bereich sind schnelle Kameraszenen, wie diejenigen die auf dem Schlachtfeld zu sehen sind. Für den Wettbewerb „Steinerei“ konnten wir diese Szenen
leider nicht rechtzeitig fertigstellen, und haben sie in der jetzigen, offiziellen Version ergänzt.
Ein besonderer Dank gilt unserem Freund Moritz Meier, der mit seinen musikalischen Kompositionen uns kräftig unterstützt hat.
Die Produktionszeit des Films lag zwischen Oktober 2013 und ende Mai 2014.

Aussage des Films:

Der Film soll verdeutlichen, dass das Vorhandensein von ewigem Leben nicht das Glück bedeutet, dass der Einzelne sich davon verspricht. Denn was nützt ein ewiges Leben, welches einen doch nicht richtig Leben lässt. Der immerwährende Verlust von Vorhandenem, und die daraus resultierende Haltlosigkeit und verlorene Beständigkeit führt zwangsweise in die Depression und Hinterfragung des Sinnes der eigenen Existenz. Außerdem ist selbst die Suche nach dem schon lange bestehenden Menschheitstraumes des ewigen Lebens nicht das, was sich viele der Suchenden erhofften. Stattdessen ist diese Suche nach mehr Lebenszeit nichts weiter als ein Verlust von eben dieser, und damit vollkommen sinnlos und auch noch dazu kontraproduktiv.

Des Weiteren wird noch im Film deutlich, dass der Alchemist zwar schlussendlich (nach dem Erhalt seiner Sterblichkeit am Ende) versucht ein moralisch einwandfreies Leben zu führen, um der drohenden, durch den Pakt mit dem Teufel verursachten ewigen Verdammnis zu entkommen. Doch was ist schon Moral, oder ‚Gut und Böse‘, in einer Welt in der selbst die Kirche beispielsweise den 1. Weltkrieg legitimiert? Wo bleiben dann die Maßstäbe?

Media:

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Filmausschnitte:

Behind the Scenes: